Der letzte Akt einer Erfolgsgeschichte

02.03.2026

Manche Geschichten enden nicht mit einem Abschied, sondern mit dem Beweis, dass etwas nachhaltig gelungen ist. Für die Werraland Lebenswelten war jetzt genau so ein Moment gekommen.

Vor gut einem Jahr wagte Marco Willuhn den Schritt aus dem geschützten Bereich einer Werkstatt hinein in den ersten Arbeitsmarkt. Heute ist klar: Er ist angekommen. Und mehr noch – er hat sich dort dauerhaft etabliert.

Seit November 2024 arbeitet der heute 24‑Jährige sozialversicherungspflichtig im Filmpalast Kassel. Was zunächst mit Unterstützung begann, ist längst gelebter Arbeitsalltag. Marco ist fester Bestandteil des Teams, übernimmt Verantwortung und meistert seine Aufgaben souverän.

„Dass Marco auch nach über einem Jahr so selbstverständlich Teil unseres Teams ist, spricht für sich. Er arbeitet konzentriert, verlässlich, bringt sich ein und hat eine vorbildliche Arbeitseinstellung“, sagt Kinobetreiber Klaus Korte.

Marco selbst blickt zufrieden auf seinen Weg: „Ich habe hier meinen Platz gefunden. Die Arbeit erfüllt mich, ich kenne meine Abläufe und fühle mich sicher. Es ist ein gutes Gefühl, das alles selbst zu schaffen.“

Begleitet wurde dieser Weg über mehrere Jahre hinweg von den Werraland Lebenswelten. Julia Weber als Fachkraft für Berufliche Integration und Frank Nützler als Jobcoach standen Marco zur Seite – unterstützend, strukturierend und motivierend. Dabei war die Begleitung zuletzt längst keine engmaschige Unterstützung mehr, sondern lediglich punktuelle Rückversicherung. Marco arbeitet seit Monaten eigenständig und sicher im Team des Filmpalasts.

Dass diese Begleitung nun endet, ist deshalb kein Abschied im klassischen Sinn, sondern der logische Abschluss eines erfolgreichen Prozesses. Ziel der beruflichen Begleitung ist es, Menschen so zu stärken, dass sie dauerhaft und selbstständig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehen können. Genau dieser Punkt ist bei Marco erreicht.

„Wenn jemand diesen Schritt so stabil geht wie Marco, dann ist das für uns das bestmögliche Ergebnis unserer Arbeit“, sagt Jobcoach Frank Nützler. Die Verantwortung liegt nun vollständig bei Marco selbst und seinem Arbeitgeber – so, wie es das System der beruflichen Teilhabe vorsieht.

Ein besonderer Dank gilt dabei Klaus Korte, der als Arbeitgeber nicht nur eine Chance eröffnete, sondern sie auch mit Vertrauen, Geduld und echter Wertschätzung trägt. „Ohne Arbeitgeber wie Klaus Korte wären solche Wege nicht möglich“, betont Frank Nützler. 

Für die Werraland Lebenswelten ist dieser Abschluss ein besonderer Moment. Er zeigt, was möglich ist, wenn individuelle Motivation, professionelle Begleitung und ein engagierter Arbeitgeber zusammenkommen. Und er zeigt, dass Teilhabe am Arbeitsleben keine Theorie ist, sondern gelebte Realität.

Marco sagt: „Mein größter Wunsch hat sich erfüllt. Ich bin glücklich.“

Was bleibt, ist das, worum es von Anfang an ging: Ein Mensch, der seinen Platz im Arbeitsleben gefunden hat.

Teilhabe gelingt, wenn alle mitziehen: Abschluss eines erfolgreichen Übergangs in den ersten Arbeitsmarkt mit (v.li.) Arbeitgeber Klaus Korte, Mitarbeiter Marco Willuhn und Jobcoach Frank Nützler beim abschließenden Treffen im Filmpalast Kassel. Foto: Lars Winter